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Bilanzbuchhalter – Berufsrechte



Die Berufsrechte des Bilanzbuchhalters sind in folgenden Paragrafen geregelt

§ 2 (Berechtigungsumfang)
§§ 6 und 50 (öffentliche Bestellung)
§ 12 (Zulassung zur Prüfung)
§ 45 (Prüfungswiederholung)
§ 47 (Prüfungszeugnis)
§ 51 (Eintragung im Gewerberegister bzw. Wirtschaftstreuhänderverzeichnis)
§ 57ff. (Gesellschaftsformen für Mitglieder der KWT)
§ 62 (Anerkennung von Bilanzbuchhaltergesellschaften in der KWT
§ 68 (3) (Sonstige Rechte aus der Gewerbeordnung für Mitglieder der WKÖ)
§ 71 (Errichtung von Zweigstellen)
§ 73 (Aufträge und Bevollmächtigung)
§ 74 (interdisziplinäre Zusammenarbeit)
§ 76 (Zeugenentschlagungsrecht)
§ 88 (Fortführungsrecht)
§ 96 (Wahl und Wechsel der Kammermitgliedschaft)

Dazu kommen noch die mit 31.12.2007 begrenzten Übergangsbestimmungen.

Von wesentlicher Bedeutung für die Berufsausübung im eigentlichen Sinne sind die Bestimmungen des § 2. Sie umfassen:
- die bisherigen Berufsrechte der Gewerblichen Buchhalter
- die bisherigen Berufsrechte der Selbständigen Buchhalter
- neue, zusätzliche Berufsrechte

Durch die Änderung des WTBG haben Bilanzbuchhalter auch das Recht, gemeinsame Gesellschaften mit Wirtschaftstreuhändern zu bilden.

Bisher bestehende Rechte der Gewerblichen bzw. der Selbständigen Buchhalter

Alle bisher bestehenden Berufsrechte Gewerblicher bzw. Selbständiger Buchhalter stehen dem neuen Bilanzbuchhalter zu. Ausnahme: Bilanzbuchhalter in der KWT unterliegen dem Provisionsgeschäfteverbot.

 

Erweiterungen der Berufsrechte des neuen Bilanzbuchhalters für bisherige Gewerbliche Buchhalter


- Öffentliche Bestellung als Bilanzbuchhalter
- Erstellung von Bilanzen (Wertgrenzen nach § 125 BAO)
- Vertretung in Abgabe und Abgabestrafverfahren für Bundes-, Landes- und Gemeindeabgaben, ausgenommen die Vertretung vor den Finanzbehörden, den Unabhängigen Verwaltungssenaten und dem Verwaltungsgerichtshof, jedoch einschließlich der Akteneinsicht auf elektronischem Wege gegenüber den Finanzbehörden (keine individuelle Vollmacht mehr notwendig),
- Beratung in Beitrags-, Versicherungs- und Leistungsangelegenheiten der Sozialversicherungen,
- Beratung und Vertretung vor gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften in Beitragsangelegenheiten,
- Vertretung bei den Einrichtungen des Arbeitsmarktservices, der Berufsorganisationen. Der Landesfremdenverkehrsverbände und bei anderen in Wirtschaftsangelegenheiten zuständigen Behörden, soweit diese mit den für den gleichen Auftraggeber durchzuführenden Tätigkeiten unmittelbar zusammenhängen.
- Vertretung in Angelegenheiten der Personalverrechnung insbesondere der Prüfung von lohnabhängigen Abgaben wie zB die Prüfung der Lohnsteuer, der Kommunalsteuer etc.
- Vertretung in allen Angelegenheiten der Kommunalabgaben.
- Vertretung des Klienten für Rückzahlungsanträge.
- Recht mit Angehörigen der KWT interdisziplinäre Gesellschaften zu gründen und zu führen.
- Recht zur Zeugenentschlagung.
- Recht zur Wahl der Kammerzugehörigkeit (WKÖ oder KWT) sowie zum Wechsel der Kammerzugehörigkeit.

- Qualifikationsmöglichkeit zum CMC ‚Certified Management Consultant’
- Erleichterte Qualifikation zum Steuerberater

Bestehende, durch die Mitgliedschaft bei einer Interessenvertretung erworbene Ansprüche (Sozialversicherung) bleiben aufrecht (Huckepack-Prinzip).

 

Erweiterungen der Berufsrechte des neuen Bilanzbuchhalters für bisherige Selbständige Buchhalter


a) Rechte, die bisher nur GBHs zustanden (Nebenrechte der Gewerbetreibenden)
- Handelsrechte(z.B. Software-Verkauf für Buchhaltungsprogramme),
- Montagerechte, Reparaturrechte
- Beratungsleistungen, die über § 2 WTBG hinausgehen
- Gewerbliche Nebenrechte in anderen Gewerben, ausgenommen Provisions- geschäfte
- Gründung weiterer Betriebsstätten (Filialen) und Verlegung des Betriebes ohne Genehmigung,
- Keine Einschränkung bei Gesellschaftsformen

b) Neue, zusätzliche Rechte
- Vertretung in Angelegenheiten der Personalverrechnung insbesondere der Prüfung von lohnabhängigen Abgaben wie zB die Prüfung der Lohnsteuer, der Kommunalsteuer etc.
- Vertretung in allen Angelegenheiten der Kommunalabgaben.
- Vertretung des Klienten für Rückzahlungsanträge.
- Recht mit Angehörigen der WKÖ interdisziplinäre Gesellschaften zu gründen und zu führen.
- Recht zur Wahl der Kammerzugehörigkeit (WKÖ oder KWT)), sowie zum Wechsel der Kammerzugehörigkeit.
- Berechtigung als Bilanzbuchhalter gilt als ausreichende Qualifikation zur Erlangung der Berechtigung als Unternehmensberater (eingeschränkt)‚ Unternehmensberater für das Rechnungswesen’.
- Qualifikationsmöglichkeit zum CMC ‚Certified Management Consultant.
- Erleichterte Qualifikation zum Steuerberater.
- Bestehende, durch die Mitgliedschaft bei einer Interessenvertretung erworbene Ansprüche (zB. Sozialversicherung) bleiben auch bei Wechsel der Kammermitgliedschaft aufrecht (Huckepack-Prinzip).

Selbstverständlich bleiben auch für SBHs sämtliche bestehenden Berufsrechte voll aufrecht.

 

 

BBH  Berufspflichten


Die Berufspflichten des Bilanzbuchhalters ergeben sich aus den folgenden Paragrafen:

         § 10    Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
         § 68 (1), § 73 (3) Allgemeine Berufspflichten
         § 69    Ausübungsrichtlinie
         § 70    Berufsbezeichnungen
         § 73 (1) Auftragsablehnung
         § 76    Verschwiegenheit
         § 77    Provisionsvorbehalt (gilt nur Mitglieder der KWT)
         § 78, 79  Meldepflichten
         § 90    Disziplinarrecht
         § 96    Wahl-Pflichtmitgliedschaft

sowie aus den allgemeinen Berufspflichten der einschlägigen Gesetze.

Für die verpflichtende fachliche Weiterbildung wird die Paritätische Kommission eine eigene Verordnung erlassen.

 

 

 

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